INDUSTRIEKULTUR IN SÜDWESTFALEN  
 









































 

  Konzept und Entwicklung
Konzept und Entwicklung

Das Erfolgsmuseum in Südwestfalen: Hommage an den regionalen Erfindergeist

Erfindergeist – damit punktet die Region seit vielen Jahrhunderten. Weltbekannte Maschinenbauunternehmen waren und sind im Siegerland zuhause. Eine Hommage an diese Pioniere ist das Technikmuseum Freudenberg gewiss – und doch viel mehr! Ein lebendiger Ort für alte Geschichte und junge Geschichten, ein außerschulischer Lernort, ein grandioser Veranstaltungs- und Eventschauplatz und ein eindrucksvoller Standort südwestfälischer Industriekultur!

Aktiv sein – die genialen Tüftler und die, zugegeben ein bisschen verrückten Schrauber, die das Technikmuseum „kreiert“ und 2002 eröffnet haben, schrauben, entrosten und schweißen immer noch mit Hingabe an historischen Maschinen. Sie fühlen sich der alten Technik verpflichtet, damit auch Laien verstehen können, wie eine Fräse, ein Langhobler oder eine Drehbank funktioniert oder der Schmied heißes Eisen formt.

Lassen Sie sich begeistern von der Faszination alter Technik! Das südwestfälische Erfolgsmuseum lädt Sie ein! Sie möchten sagen können, das ist auch mein Museum? Dann freuen sich die Aktiven des Technikmuseums auf Ihre Unterstützung!

Mitmacher und Förderer gesucht!

Damit sich das einzigartige Museum inhaltlich und baulich weiterentwickeln kann und alte Technik auch in Zukunft fasziniert, haben wir einen Förderkreis für das Technikmuseum gegründet! Machen Sie mit – wir freuen uns auf Sie!



Die Magie der Zahlen - Vielfalt, Historie und Herzstücken

Sie lieben Zahlen? Wir auch. Bitte sehr – die Fakten zum Technikmuseum. Garniert mit Geschichte(n) und etwas Magie.

Technikbegeisterte Freunde waren sie, die Gründer des Technikmuseums. Und „Schrauber“, ein bisschen verrückt und fasziniert von alter Technik. Man traf sich regelmäßig, um alte Traktoren und Lastwagen zu restaurierten. 1991 wurde eine Idee Wirklichkeit: der Verein „Freunde historischer Fahrzeuge Freudenberg e. V.“ wurde gegründet.

Bald fehlte der Platz um die restaurierten Fahrzeuge zeigen zu können. Also erwarb der Verein nicht nur die riesige Fachwerkhalle eines ehemaligen Sägewerkes aus Steeg bei Morsbach, sondern baute sie in zweijähriger Bauzeit in Freudenberg wieder auf, samt separatem Maschinenhaus und dem Nachbau eines ehemaligen Siegener Spritzenhauses.

Zahlen dazu: Das Hauptgebäude des Museums bildet die 40 Meter lange, 20 Meter breite und 12 Meter hohe Fachwerkhalle mit Empore.



817 – drei Ziffern – eine Faszination

Vorgegeben war der Standort, denn das Herzstück des Museums war und ist die an ihrem Originalstandort stehende Dampfmaschine. Die Dampfmaschine Nr. 817 aus dem Jahr 1904, gebaut von der Firma Möller, ist das letzte Relikt der Leimfabrik Nöll, die hier ansässig war. Anfang der 1970er Jahre wurden alle Gebäudeteile abgerissen, nur die Dampfmaschine, die als technisches Denkmal in die Denkmalliste eingetragen ist, blieb erhalten

. Zahlen dazu: Mit 70 - 90 PS Leistung, 110 Umdrehungen und 9 atü Dampfeintrittsspannung trieb die Maschine über eine 65 Meter lange Transmission Pumpen, Wäschen und andere Maschinen an. Besonderheiten: Zylinder mit Ventilsteuerung, Zylinderdurchmesser: 325 mm. Kolbenhub: 630 mm. Durchmesser des Schwungrades: 3,2 Meter. Gewicht: 11 Tonnen.

Heute ist die Dampfmaschine Nr. 817 mit 20 circa 100 Jahre alten Werkzeugmaschinen verbunden – einzigartig in Deutschland und Europaweit eine Rarität. Das Besondere daran: die Maschinenfabrik, samt historischer Schmiede mit zwei Schmiedefeuern, wird zu den Öffnungszeiten, aber auch bei zusätzlichen Gruppenführungen, in Betrieb gesetzt.

Wenn das Museum seine Pforten öffnet, lässt sich nicht nur dem Schmied über die Schulter schauen, sondern auch die vielen mechanischen Maschinen erwachen zum Leben. Leiser, und doch voller Magie, begeistern die Oldtimer-Nutzfahrzeuge und -Motoren im Erdgeschoß, die 40 Exemplare umfassende Modelldampf-maschinensammlung im Spritzenhaus und die beiden 250 Jahre und 150 Jahre alten, betriebsfähigen Webstühle auf der Empore. Regionale Geschichte wird greifbar, denn hier, am ehemaligen Standort der Leimfabrik Nöll, darf eine umfangreiche Bild- und Textdokumentation zur früheren Leim-, Leder- und Filzindustrie in Freudenberg nicht fehlen.

Die historische Dampfmaschine Nr. 817, das Herzstück des Museums, steht am Originalstandort einer Leimfabrik. Sie ist vollfunktionsfähig und treibt über Transmission 20 Werkstattmaschinen an, die 100 Jahre alt sind. Ein echtes Erlebnis für große und kleine Technikfans!

Das Technikmuseum Freudenberg wird von den Mitgliedern der „Freunde historischer Fahrzeuge Freudenberg e.V.“ ehrenamtlich betrieben. Der Werdegang des Vereins Freunde historischer Fahrzeuge Freudenberg e.V. und des Technikmuseums Freudenberg sind daher untrennbar miteinander verbunden. Die Entwicklung von den Anfängen bis heute können Sie in der Rubrik Verein – eine kleine Chronik ausführlich nachlesen.



Ein Museum voller Originale

Von Pionieren, großen Namen und neuem Glanz

Sparsam sind sie die Siegerländer – keine Frage. „Bruche mer net mehr. Schmisse mer weg!“ (Brauchen wir nicht, werfen wir weg!) Diese Redensart, bezogen auf unsere heimische Industriegeschichte, findet im Technikmuseum Freudenberg sicher keine Anwendung. Hier finden Besucher ein Museum voller sehenswerter Originale!



„Wat isene Dampmaschin?“

Wissen Sie noch wie Heinz Rühmann als Lehrer Bömmel im Film „Die Feuerzangenbowle“ eine Dampfmaschine erklärt? „Wo simmer denn dran? Aha, heute kriege mer de Dampmaschin. Stelle mer uns mal ganz dumm. Dat isne großer schwarzer Raum, der hat hinten und vorne en Loch…“

Ganz sicher: Dampfmaschinen haben schon immer Kinder- (und Männer-)Augen zum Leuchten gebracht. Ihre Faszination ist ungebrochen! Ohne Dampfmaschine wäre die industrielle Revolution nicht möglich gewesen. In den 1890er Jahren arbeiteten alleine in Freudenberg 25 Dampfmaschinen in Leim-, Leder- und Filzfabriken, Loh- und Getreidemühlen. Nicht nur diese Industriezweige, auch ihre Dampfmaschinen sind längst verschwunden – nur eine nicht! Die Dampfmaschine Nr. 817 aus dem Jahr 1904 erstrahlt inmitten des Technikmuseums in altem, neuem Glanz! Auch wenn sie sich heute mittels Elektromotor dreht.

Mit viel Engagement, Herzblut und Leidenschaft haben die Aktiven des Technikmuseums Freudenberg originale, alte Maschinen, Transmissionen und Flachriemenkupplungen aus der Zeit der Dampfmaschine Nr. 817 zusammen getragen. Wenn diese Maschinen zum Leben erwachen, lässt sich etwas von der Atmosphäre und den schweren Bedingungen erahnen, unter denen viele Siegerländer in früheren Zeiten gearbeitet haben.



Made im Siegerland - Die regionalen Pioniere

Siegerländer Unternehmer bauten schon früh Dampfmaschinen. Namen wie A. u. H. Oechelhäuser in Siegen (später Siegener Maschinen AG), Gebrüder Klein in Dahlbruch oder Gebrüder Weiss klingen noch nach. Später entstand aus den Betrieben Klein und Weiss das heute weltweit erfolgreich agierende Unternehmen Siemag, das mit seiner Maschinenfabrik und Dampfhammerschmiede viel zum Erfolg des regionalen Dampfmaschinenbaus beitrug.

Bereits 1834 bauten die Gebrüder Klein Dampfmaschinen „Made im Siegerland“. 1920 lieferten sie eine vierzylindrische 12.000 PS Dampfmaschine mit einem Gewicht von 305 Tonnen aus – die zweitgrößte jemals in Europa gebaute Dampfmaschine! Auch Adolf Waldrich baute in seiner 1842 gegründeten Reparaturschlosserei ab den 1860er Jahren Dampfmaschinen, verlegte sich aber schon bald auf den Bau großer Werkzeugmaschinen.

Denk mal! Der Maschinenbau und seine Ingenieurskunst ist auch heute noch eins der Standbeine der Wirtschaftsregion Siegerland, mit einer langen Tradition. Einen nachhaltigen, beeindruckenden Denkanstoß bekommen Interessierte im Technikmuseum Freudenberg inklusive!

Soweit die Historie. Welches Konzept steht heute hinter dem Technikmuseum? Im Rahmen unseres Bestrebens, bei der Regionale 2013 Südwestfalen – einem Förderprogramm des Landes NRW – finanzielle Mittel zu erhalten, um das Museum inhaltlich und baulich erweitern und qualifizieren zu können, sind wir zur Zeit in einer Umbruchsituation. Blicken wir auf die Zeit seit der Eröffnung des Museums im Jahre 2002 zurück, so standen anfangs die über 100 Jahre alte Dampfmaschine mit der transmissionsgetriebenen historischen Maschinenwerkstatt und die Oldtimer –Nutzfahrzeuge und – Motorräder sowie einige landwirtschaftliche Geräte und Maschinen im Mittelpunkt. Im Laufe der Jahre kamen die alte Schmiede, die historischen Webstühle, die Sammlung der Oldtimermodelle und 40 Modelldampfmaschinen hinzu um nur einige Neuerungen zu nennen. Die Zahl der alten Stationärmotoren wuchs ständig und im Außenbereich zieht eine Modelldampfbahn ihre Runden.

Es ist eng geworden im Museum, zu eng, um auf Dauer alle Exponate angemessen präsentieren und erläutern zu können. Wir werden daher das Technikmuseum für Wechselausstellungen und kulturelle Veranstaltungen erweitern. Außerdem ist im Obergeschoß ein Raum für außerschulisches Lernen geplant. Mit der Erweiterung der Galerie in der großen Halle schaffen wir Platz für zwei neue Ausstellungen zur Freudenberger und Siegerländer Industriegeschichte: Die Freudenberger Stahlhämmer und die wirtschaftliche Bedeutung des Siegerländer Hauberges.



WasserEisenLand – Zukunft inklusive

Von Ankerpunkten und infrastrukturellen Wirtschaftsräumen

WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen. Unter dieser Überschrift lässt sich ein spannendes Projekt entdecken, das besondere Ankerpunkte an der Südwestfälischen Eisenstraße miteinander verbindet. Unter dieser Dachmarke soll die Industriekultur in Südwestfalen inhaltlich, kulturell und touristisch vernetzt, weiterentwickelt und vermarktet werden – Zukunft inklusive!

Historische Infrastruktur

Südwestfalen ist eine der ältesten Industrieregionen Europas. Seit mehr als 2.600 Jahren hat die Eisengewinnung und -verarbeitung die Landschaft, die Siedlungsstruktur und die Mentalität der Menschen entscheidend geprägt. In der Waldschmiedezeit des Mittelalters stieg die Region zu einem europäischen Zentrum des Metallgewerbes auf. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Wasserkraft genutzt um Eisen zu erzeugen und zu verarbeiten: das WasserEisenLand war geboren.

Im 17. Jahrhundert zwang der Rohstoffmangel die Region, sich zu einem arbeitsteiligen Wirtschaftsraum zusammenzuschließen. Von der Metallerzeugung, zur Weiterverarbeitung bis zum Handel gab es eine infrastrukturelle Produktionskette – von Siegen bis Soest. Die Südwestfälische Eisenstraße, ein früher Vorläufer der B54 und der Sauerlandlinie A 45, verband schon vor 500 Jahren als wichtige Handelsstraße das Siegerland, das Märkische Sauerland und den Kreis Olpe mit Westfalen.

Südwestfälische Eisenstraße im Fokus

Seit 2008 recherchiert die Arbeitsgemeinschaft Südwestfälische Eisenstraße den historischen Straßenverlauf. Zur Unterstützung dieses Vorhabens wurde 1996 im Märkischen Kreis der gleichnamige Verein „WasserEisenLand“ gegründet. Im Rahmen der Regionale Südwestfalen 2013, eines erfolgreichen Strukturförderprogrammes des Landes NRW, wurde das Projekt auch auf die hiesige Region ausgeweitet.

Schwer- und Ankerpunkte mit Zukunft

Das Technikmuseum Freudenberg soll im Rahmen der Südwestfälischen Eisenstraße zu einem wichtigen Ankerpunkt und damit zum Repräsentanten der regionalen Industriegeschichte qualifiziert werden. Es soll Raum bieten für gelebte und erlebbare Technik- und Sozialgeschichte und zum besonderen Ausstellungs- und Veranstaltungsort ausgebaut werden.

Schwerpunkte dabei:

    • Die gegenseitige Unterstützung und Vernetzung der südwestfälischen Industriedenkmäler und Technikmuseen, etwa durch das Projekt TATORT Technik.

    • Aufbereitung und Kommunikation der Industriekultur in Südwestfalen

    • Schaffung von Möglichkeiten, junge Menschen frühzeitig für technische Vorgänge und Abläufe zu interessieren, etwa durch spezielle MINT-Projekte für Schüler und Jugendliche

    • Kulturellen und touristischen Mehrwert für die Region zu schaffen, insbesondere auch durch die Vernetzung regionaler Museen, Verbände, Institutionen und Vereine
 



       
 

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