INDUSTRIEKULTUR IN SÜDWESTFALEN  
 














 

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unser Fuhrpark

Im Erdgeschoß der großen Halle ist außer einer Lokomobile und Standmotoren, eine wechselnde Ausstellung alter Traktoren und Oldtimer LKW zu sehen.


NSU-Kettenkrad

Von 1940 bis 1944 wurden für die Wehrmacht etwa 8.800 Kettenkräder des Typs HK-101 Sd. Kfz.2 gebaut. Sie kamen vor allem für das Verlegen von Kabel für das Feldtelefon infrage. Entwickelt und gebaut wurden sie bei NSU, etwa 1.300 Stück stellte die Firma Stöwer, Stettin, in Lizenz her. Nach dem Krieg montierte NSU mit Genehmigung der Alliierten aus noch vorhandenen Teilen bis 1948 einige hundert Kettenkräder, die vor allem in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und im Weinbau Verwendung fanden. Aus dieser Nachkriegproduktion stammt das Fahrzeug im Technikmuseum Freudenberg.

Das Kettenkrad wird mit dem Lenker durch direkte Bodenberührung des Rades und bei stärkerem Einschlag über die Kettenbremsen gesteuert. Der Opol-Olympia Vierzylinder Benzinmotor hat 1.600 ccm Hubraum und leistet 34PS. Das Fahrzeug erreicht eine Geschwindigkeit von 70 km/h. Gebaut wurde es im Jahr 1946.


Borgward - Feuerwehrauto

1924 entwickelte Carl F.W. Borgward sein erstes "Auto", das Lieferdreirad "Blitzkarren". Ab 1925 liefen der Nachfolgemodelle unter dem Namen "Goliath". Ende der 20er Jahre war schon jedes vierte Nutzfahrzeug im Dritten Reich ein Goliath-Kleinlastwagen. Zwischen 1929 und 1931 erwarb Borgward die Hansa-Lloyd-Werke. Nach dem Krieg stellte das Werk ab 1949 den PKW Hansa 1500 vor und ein Jahr später den Kleinlastwagen Lloyd LP 300, im Volksmund "Leukoplatzbomder" genannt. Das Modell hatte einen Holzrahmen und eine Sperrholzverkleidung. Borgward größter Erfolg war zweifellos die ab 1954 gebaute "Isabelle". 1960 kam die Firmenkrise, die ein Jahr später zum Konkurs führte. Die Entwicklung der "Arabella", des Oberklassewagens P100 mit Luftfederung und zweier Hubschraubermodelle waren zu teuer geworden. Die Nutzfahrzeugproduktion der Firma Bordward trat in der öffentlichen Wahrnehmung immer hinter den PKW-Entwicklungen zurück.

1960 wurde das hier stehende Feuerwehrauto Typ B 522 AD gebaut. Es hat einen 4-Zylinder-Dieselmotor, der bei 3.308 ccm Hubraum 70 PS entwickelt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 83 km/h.


Bautz AS 122/B

Das Unternehmen wurde um 1900 als als Erntemaschinenfabrik gegründet. 1935 begann der Besitzer Josef Bautz Traktoren zu produzieren, doch es blieb bei einigen Prototypen. Nach dem Krieg erwarb er 1949 die Konstruktionsunterlagen des Traktorprototyps M1 von Zanker. Auf diesen Unterlagen basierend, stellte Bautz zum Jahreswechsel 1949/50 seinen ersten serienreifen Traktor AS 120 vor. Ab 1952 brachte die Firma auch den kleineren Bruder "AS 122/B" mit einem luftgekühlten Einzylinder Dieselmotor von MWM auf den Markt. Anfang der 60er Jahre gab Bautz die Traktorproduktion nach ca. 25.000 gebauten Exemplaren auf und konzentrierte sich wieder auf den Bau von Erntemaschinen. 1969 kaufte die Frima Claas das Unternehmen auf.

Der hier im Museum stehende Bautz AS 122/B wurde 1958 gebaut. Bei einem Hubraum von 905 ccm leistet er 12 PS. der Traktor wurde im Zuge einer Qualifizierungsmaßnahme des CJD Olpe restauriert.


Hanomag R12

1953 brachte Hanomag einen kleinen Ackerschlepper unter der Bezeichnung R 12 auf den Markt, der vor allem für kleine bäuerliche Betriebe interessant war. Ein neu konzipierter Ein-Zylinder-Zweitakt-Dieselmotor ist auf einem Rahmengestell montiert. Die Verbindung zum Getriebe läuft über eine 80cm lange Welle. Durch diese Bauweise sind alle Teile gut zugänglich. Gewöhnungbedürftig ist die seitliche Lenkung, die es ermöglicht, daß neben dem Fahrer ein Beifahrer sitzen kann. Der laute Motor brachte dem Fahrzeug bald den Spitznamen "Ackermoped" ein. Auch gibt es Probleme mit dem Schmieröl, das aufgrund der niedrigen Abgastemperatur des Motors unverbrannt aus dem Auspuff geworfen wird. Dieses Nachteil kann der Fahrer umgehen, indem er in einem höheren Gang und verminderter Derhzahl fährt und damit durch die höhere Einspritzmenge eine höhere Abgastemperatur erreicht.

Der Traktor hat ein Schaltgetriebe mit 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen. Der Motor leistet 23,6 PS bei einem Hubraum von 508ccm. Das Fahrzeug wiegt 800kg und erreicht eine Geschwindigkeit von 19km/h.

Der Traktor wurde dem Museum gespendet.


Pruvost Motor

Dieser Motor wurde 1931 gebaut, kam jedoch erst 3 Jahre später (ab 1934) in einer französischen Tierfuttermittelfabrik zum Einsatz. Fest auf einen Sockel gebettet verrichtete er seine Arbeit. Diese bestand darin über eine Transmission eine Mühle und ein Stromaggregat anzutreiben. Mitter der 50er Jahre fiel er der Modernisierung zum Opfer.

Die Restaurierung erfolgte durch das Lanz-Team-Marnach in 850 Freizeitstunden während 8 Monaten.

Technische Daten:
Bauart: Liegender Einzylinder, 4-Takt Mitteldruckmotor, Kaltstarter, Zentralumlaufschmierung, Drehzalregler, Luftdruckstarter
Zylinderbohrung: 290 mm
Hubrauminhalt: 38.900 ccm
Normale Drehzahl: 250 /min
Untere Leerlaufdrehzahl: 75 /min
Kühlwasserinhalt: 400 Liter
Brennstoff: Schweröl
Leergewicht: 5.900 kg
Schwungraddurchmesser: 2.050 mm
Leistung auf der Riemenscheibe: ca. 100 PS

Der Grüne Elefant

Eine Motorradlegende! Der legendäre "Grüne Elefant" wurde von Zündapp meist mit einem Steib-Seitenwagen in Grün ausgeliefert. Es gab aber auch andere Farben. Zu seiner Zeit war es DAS Gespann und wurde von Kernnern damals den BMW-Gespannen vorgezogen. Die Firma Zünder und Apparatebau (Zün-dapp) existierte von 1917 bis 1984. Ab 1922 bis zum Konkurs war Zündapp eine der größten und renommiertesten Motorradfabriken Europas. In den letzten 20 Jahren lag der Schwerpunkt der Produktion auf dem Bau von kleineren Motorrädern. Auch im Autobau versuchte man sich - man denke nur an den Janus, in dem die Insassen mit dem Rücken gegeneinander saßen. Das Fahrzeug hatte eine Front- und eine Hecktür zum Einsteigen.

Der Grüne Elefant Typ KS 601 hier im Technikmuseum wurde 1952 gebaut. Er hat einen Zwei-Zylinder-Boxer-Motor mit einem Hubraum von 595 ccm und 28 PS Leistung.

 



       
 

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