INDUSTRIEKULTUR IN SÜDWESTFALEN  
 














 

  Färben, Spinnen und Weben
die Textil-Abteilung im Museum






„SPINNWEB im September“

Sonntag, den 6. September, 11 bis 17 Uhr in der neuen Lernwerkstatt im Technikmuseum Freudenberg

Wer morgens in der Frühe durch den Wald geht, erlebt an besonderen Tagen den Zauber des Spätsommers. Der Wald ist eingesponnen und bietet Einzug in eine märchenhafte Welt. Märchenhaft sind die feinen Gespinste, die uns umgeben, verwoben mit den Farnen und Gräsern, mit den Ästen und Fichtennadeln, einzigartige Kunstwerke. Der Natur nachempfunden, erspinnen wir im Technikmuseum Freudenberg unsere Fäden auf Spinnrädern und verweben unser Gespinst auf alten Webstühlen. Wir wollen die Farben des Spätsommers in unsere gesponnenen Fäden aufnehmen und damit eine gemeinsames Kunstwerk der „SPINNWEBEREI“ gestalten.

Am Sonntag, dem 6. September, 11 bis 17 Uhr wird mit Spinnrad ersponnen und dem Webstuhl verwebt, was mit spätsommerbunter Wolle möglich ist. Im Museum ausgestellt und prämiert werden die schönsten Fäden.

Spinnen und Weben machen gute Laune und bewegen den ganzen Menschen. Mit den Händen halten und doch loslassen, ist die Grundlage für das Formen eines kunstvollen textilen Gebildes, das über Jahrtausende hinweg die Menschen kleidet. Auch heute noch faszinieren die drehenden Spindeln und fliegenden Schiffchen die Menschen und ziehen die Blicke magisch an. Eingeladen sind alle Spinnerinnen und Spinner, die ihr Spinnrad in Bewegung setzen und gemeinsam mit den Museumswebern ihre Erfahrungen austauschen möchten. Interessierte Neulinge dürfen den „Spinn-Webern“ gerne über die Schulter schauen und sich hineinziehen lassen in das Schöpfungs erleben.

Inge Zöller, Tel.: 0271 84604, Ingezoeller@gmx.de




Freudenberg, den 13.06.2015




Freudenberg, den 10.05.2015



Zukünftige Lernwerkstatt im Technikmuseum Freudenberg wurde durch die ROS erprobt

„Ein Webstuhl macht Geschichte“ heißt es in der Realschule am Oberen Schloss. Schüler und Schülerinnen der Klassen 6, 7 und 8 bauen einen Webstuhl mit besonderer Geschichte unter Anleitung von Webmeisterin Inge Zöller zusammen und richten ihn webfertig ein. Alles was zum Weben gehört fließt in diesem Jahr in das Gesamtprojekt, gefördert durch das NRW Landesprogramm Kultur und Schule, ein.

Das Anfertigen von jungsteinzeitlichen und modernen Handspindeln und das Spinnen damit natürlich auch. Ein Spinnrad findet seinen Platz im Werkraum, das Filzen wird erlernt und manch einer kommt ganz schön in Schwitzen beim Sägen, Raspeln, Feilen, Schmirgeln und Hämmern. Alle Objekte und Ersatzteile werden handwerklich hergestellt, damit bekommt man ein Gefühl für die Feinheiten und die Sprache des Materials; gleich ob es Holz, Stein, Stahl oder Wolle ist. Und nun sind wir fast am Ende des Schuljahres angekommen, die Litzen sind schon auf den Schäften, die Verschnürungen des Webstuhls stehen noch aus.

Die Webkette, das sind die Spannfäden auf dem Webstuhl, wurde am vergangenen Sonntag im Technikmuseum Freudenberg geschärt. Da das Technikmuseum über eine komplett eingerichtete Webwerkstatt verfügt und die zukünftige Lernwerkstatt den Raum bietet, war es naheliegend, die 320 Fäden auf eine Länge von 9 Metern dort zu schären. Leon Stolz, 12 Jahre, hat schnell verstanden, dass die Berechnungen die Grundlage für das spätere Weben und zunächst für das Schären einer Webkette sind, er hat gelernt wie ein Fadenkreuz entsteht und wie ein Gangkreuz gelegt wird, denn beides ist für das Aufbäumen und spätere Weben unerlässlich. Assistiert hat ihm dabei Konrektor Frank Eckhardt.

Beim Weben ist der ganze Mensch gefragt mit Kopf, Herz, Hand und Fuß und das haben die beiden als Schüler- Lehrer-Team hervorragend gelöst. Inge Zöller passte derweil auf, dass die beiden sich weder „verzettelten“ noch „verhaspelten“ oder etwa „den Faden verloren“, das sind nämlich Redeweisen, die vom „Weben“ und „Spinnen“ kommen. Vormittags wurde der erste Gang geschärt, nachmittags war die Webkette fertig und wartet jetzt darauf, in der ROS (Realschule am Oberen Schloß) auf den Webstuhl aufgebäumt zu werden, damit aus ihr kleine Wolldecken und Ponchos, so wie die Schülerinnen und Schüler es sich gewünscht haben, entstehen können.



Freudenberg, den 08.02.2015



Impressionen vom Spinntreff am Sonntag, den 08. Februar 2015



Freudenberg, den 25.10.2014

   

Schöne Impressionen vom Webstuhl (Fotos: Astrid Griese)



Freudenberg, den 19.06.2014



Artikel vom Mittwoch, den 18. Juni 2014 in der Westfalenpost zum Workshop (Einführung in das Weben am Webstuhl) im Technikmuseum Freudenberg (14. Juni 2014) (Download pdf-Dokument)



Freudenberg, den 24.05.2014



Inge Zöller schaut nach dem Rechten...



Das Aufbäumen einer Webkette ist zwar anstrengend, bringt aber auch eine Menge Spaß, wie man auf den Fotos von Kathrin Göttker sehen kann.






Saisonbeginn im Technikmuseum Freudenberg

Symbolisch tätigten Landrat Paul Breuer, Freudenbergs Bürgermeister Eckhard Günther und Dirk Glaser von der Südwestfalen Agentur, gemeinsam mit den Museumsleuten Ralf Loos und Friedhelm Geldsetzer am vergangenen Sonntag den ersten Spatenstich zum Anbau des Technikmuseums Freudenberg. Wie Hans Jürgen Klappert erläuterte, waren umfangreiche Vorarbeiten nötig, damit die Idee nun tatkräftig umgesetzt werden kann. Doch nicht nur die Verwaltungs- und Planungstätigkeiten sind hier zu nennen, sondern das Technikmuseum kann nur bestehen durch die vielen Hände, die das Museum ehrenamtlich zu dem machen was es ist: „ Lebendige Vielfalt, mit Kopf, Herz, Hand und Fuß“.

Schon jetzt sind spürbare Veränderungen in der großen Museumshalle sichtbar. Noch vor einer Woche wurde hier gehämmert, gesägt, gebohrt und es wurden Bretter verlegt. Dadurch ist eine Erweiterung der Empore um 80 Quadratmeter Stell- Fläche entstanden. Dadurch wurde eine bessere Übersichtlichkeit und Abgrenzung der einzelnen Bereiche erreicht. Wo vorher Motorräder in Reih und Glied standen, stehen jetzt webbereite Webstühle, die unter der fachkundigen Anleitung von Webmeisterin Inge Zöller in Betrieb genommen werden wollen. Ein alter Musterwebstuhl der Firma BASF kann nun endlich zeigen, wie Webmuster entstehen. Die Web- und Spinngruppe Südwestfalen umfasst inzwischen 40 bis 50 Teilnehmer, die immer wieder -wenn auch nicht alle gleichzeitig- im Museum tätig werden. Unna, Bad Sassendorf, Hachenburg, Olpe, Betzdorf, Attendorn, Heilbronn, Altenkirchen, Berleburg, Laasphe, Schmallenberg, sind dort ebenso vertreten, wie Siegen, Kreuztal, Netphen, Hilchenbach, Wilnsdorf und Freudenberg. Insofern hat Freudenberg Mittelpunkts – und Multiplikatoren Funktion, hier trifft man sich, plant, organisiert, tauscht Ideen aus und wird gemeinsam tätig. Einen passenderen Anlass als den Saisonbeginn mit dem ersten Spatenstich hätte man zur Prämierung des schönsten, gesponnenen Frühlingsfadens nicht finden können. Geschäftsführer Wolfgang Leh freute sich, im Namen des Museums den Gewinnerinnen, Martha Groth aus Kreuztal, Petra Wolf aus Freudenberg und Stephanie Gamm aus Schmallenberg, je eine gedrechselte Handspindel überreichen zu können. Den Sonderpreis, in Form einer winzig gedrechselten Spindel als Halskette, erhielt Astrid Griese aus Attendorn für ihr Engagement in der Textilgeschichtlichen Abteilung.





Artikel SZ vom 6. März 2014 (pewe), "Ein Übung im Loslassen" - Wenn Sie den Artikel lesen wollen, so laden Sie sich ihn bitte herunter...: Download Artikel



Bilder vom Spinnworkshop am 22. und 23. Februar 2014
alle Bilder: Werner Bronk










Bilder vom Färberwochenende am 7. und 8. September 2013


















Färberwochenende im Technikmuseum Freudenberg - einheimische Pflanzen zaubern leuchtende Farben –

Am Wochenende vom 7. und 8. September 2013 fanden sich 15 interessierte „Färberlinge“ aus ganz Deutschland beim Technikmuseum Freudenberg ein, um an drei Tagen von Webmeisterin und Künstlerin Inge Zöller in die Geheimnisse der Färbekunst eingeweiht zu werden. Wissen und Kenntnisse aus alter Zeit, wurden durch zeitgemäße Technik ergänzt. Der Außenbereich des Technikmuseums bot ein sehr schönes Ambiente, das traditionelle Handwerk zu erleben und zu begreifen. Ein Gang über die Trupbacher Heide bei strahlendem Sonnenschein, herrlicher Aussicht und den Erklärungen über die vielfältigen Möglichkeiten der Pflanzenwelt, stimmte die Workshop Teilnehmer am Freitag auf die Färberei mit den Farben der Natur ein. In den alten Bottichen des Museum wurde gut vorbereitete Wolle mit Blättern, Rinden, Wurzeln und Samen zusammengebracht, um die reichhaltige Farbpalette der Natur in der Schafwolle sichtbar werden zu lassen. Erstaunt waren die Färberneulinge, welch intensive und leuchtende Farben durch die heimischen Färbepflanzen wie Birke, Faulbaum, Rainfarn und Goldrute hervorgezaubert wurden. Ein Herz aus den Farben der Natur, war das Ergebnis eines Wochenendes mit Kopf und Herz und Hand und Fuß.









 



       
 

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